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Kakaopulver: Superfood oder nur Genussmittel?

Inhalt

Heutzutage wird Kakao meist als Genussmittel in Form von Schokolade oder Kaba verzehrt. Wenige Menschen wissen jedoch, dass in Kakaopulver viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sind.

Wie alles begann

Schon vor über 5.300 Jahren begannen Menschen im Amazonasbecken, an der Grenze von Ecuador und Kolumbien, den Kakaobaum zu kultivieren. Forschende um die Molekulargenetikerin Claire Lanaud von der Universität Montpellier haben herausgefunden, dass sich Kakao anschließend viel schneller über Süd- und Mittelamerika verbreitete, als bisher angenommen. Für ihre Studie untersuchten sie 352 Keramikgefäße aus 19 Kulturen in Ecuador, Kolumbien, Peru, Mexiko, Belize und Panama. Die Gefäße stammen aus einem Zeitraum von 5.900 bis 400 Jahren vor heute. Fast ein Drittel davon wies Spuren von Kakao auf. Gleichzeitig erkannten die Forschenden eine große genetische Vielfalt in den Proben. Offenbar züchteten die Menschen bereits unterschiedliche Kakaosorten und tauschten diese zwischen den verschiedenen Gemeinschaften aus.1

Mit dem süßen Kakaogetränk, das heute viele kennen, hatte das damalige Getränk jedoch wenig gemeinsam. Bei den Maya und Azteken wurde der bittere Kakao nicht mit Milch, sondern mit Wasser zubereitet und mit Chili gewürzt. Auch als Kakao im 17. Jahrhundert nach Europa kam, blieb diese Zubereitungsart zunächst erhalten. In Spanien, wo das Getränk zuerst beliebt wurde, mischte man Kakaopulver ebenfalls mit Wasser und verschiedenen Gewürzen. In England entwickelte sich Kakao bald zu einem modischen Luxusgetränk. Dort experimentierte man mit Rezepten aus Wasser, Zucker, Chili, Kardamom und Anis – bis nach und nach auch Milch hinzukam.1

Wie wird Kakao hergestellt?

Kakaobäume wachsen auch heute noch in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas. Ihre Samen – die Kakaobohnen – sind von einem süßen, schleimigen Fruchtfleisch und Hülsen umgeben. Kakaobohnen gedeihen in einem schmalen äquatorialen Gürtel, der oft als „Kakaogürtel“ bezeichnet wird. Nach der Ernte werden die Bohnen fermentiert, um ihre Aromen zu entfalten, anschließend getrocknet, um die Feuchtigkeit zu verringern. Danach werden sie geröstet, wodurch das typische Aroma entsteht und sich die Schale leichter entfernen lässt.

Kakaopulver wird durch Mahlen gerösteter Kakaobohnen gewonnen. Kakaobutter ist die extrahierte Fettkomponente. Beide sind in der Lebensmittelindustrie sehr gefragt: Kakaopulver findet Anwendung in Backwaren, Süßwaren und Getränken, während Kakaobutter eine wichtige Zutat in der Schokoladenherstellung sowie in Kosmetika ist.2

Darum ist Kakao besonders vielseitig

Reich an Mineralstoffen

Kakaopulver enthält zahlreiche Mineralstoffe3, darunter:

  • Magnesium für die Proteinsynthese, Muskelentspannung und Energieproduktion
  • Eisen für die Blutbildung und den Sauerstofftransport
  • Kalium zur Unterstützung von Herzfunktion und Blutdruckregulation
  • Calcium für die Stabilität von Knochen und Zähnen
  • Kupfer für den Eisentransport, den Glukosestoffwechsel, das Wachstum von Säuglingen und die Entwicklung des Gehirns
Ballaststoffe

Kakao enthält hauptsächlich unlösliche Ballaststoffe, doch auch ein geringer Anteil der Ballaststoffe ist löslich.4

Unlösliche Ballaststoffe quellen im Darm auf, vergrößern das Stuhlvolumen und regen die Darmbewegung an. So fördern sie eine regelmäßige Verdauung und ein längeres Sättigungsgefühl.

Lösliche Ballaststoffe wie Pektine können wissenschaftlichen Untersuchungen5 zu Folge die guten Darmbakterien nähren und potenziell schädliche Keime verdrängen. Zu den guten Darmbakterien zählen zum Beispiel die Bifidobakterien und die Lactobazillen, welche die Ballaststoffe abbauen und kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) wie Butyrat, Acetat und Propionat produzieren. Butyrat stellt eine Energiequelle für die Darmwandzellen dar, stärkt die Barrierefunktion und wirkt möglicherweise entzündungshemmend.5 Acetat und Propionat können nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen den Stoffwechsel, das Immunsystem und das Gehirn beeinflussen.5 Lösliche Ballaststoffe können als Dünger für ein vielfältiges Darmökosystem betrachtet werden.

Zudem deuten Studienergebnisse6 darauf hin, dass sich Ballaststoffe insgesamt positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken können, indem sie die Zuckeraufnahme verlangsamen und so den Blutzuckerspiegel nach dem Essen weniger stark ansteigen lassen.

Der Ballaststoffgehalt in Kakao hängt stark vom Produkt ab. In der Regel enthalten 100 Gramm ungesüßtes Kakaopulver etwa 25 bis 35 Gramm Ballaststoffe.
 
Polyphenole

Kakaopulver enthält reichlich Flavanole, eine Untergruppe der Polyphenole. Diese pflanzlichen Verbindungen werden in wissenschaftlichen Studien mit entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.2,3 Da Entzündungsprozesse bei vielen chronischen Erkrankungen eine Rolle spielen, rücken Flavanole zunehmend in den Fokus der Forschung.

Darüber hinaus deuten Untersuchungen 2 darauf hin, dass Flavanole Nervenzellen vor oxidativem Stress und Entzündungen schützen können. 2,3 Langfristig könnte dies eine Rolle beim Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit und bei der Vorbeugung altersbedingter Abbauprozesse spielen.

In weiteren Studien2 wurde beobachtet, dass Kakaoflavanole mit einem erhöhten Blutvolumen im Gehirn einhergehen. Eine bessere Durchblutung bedeutet, dass Nervenzellen mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden – was sich positiv auf Konzentration, Gedächtnisleistung und Denkgeschwindigkeit auswirken kann.

Zudem gibt es Hinweise 2 darauf, dass Flavanole die Funktion des Endothels – der dünnen Zellschicht an der Innenseite der Blutgefäße – unterstützen. Dies kann zur Elastizität und allgemeinen Gesundheit der Gefäße beitragen.

Natürliches Wohlfühlgetränk

Kakao enthält Theobromin sowie geringe Mengen Phenylethylamin, die stimmungsaufhellend wirken und dabei helfen können, Stress und Anspannung zu lindern. Zudem unterstützen sie Aufmerksamkeit und Konzentration. Auf diese Weise tragen sie zu mehr Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit bei.

Auch die im Kakao enthaltenen Flavonoide wirken sich positiv auf Stimmung und kognitive Funktionen aus. Die förderlichen Effekte von Kakao entstehen somit durch das Zusammenspiel mehrerer Inhaltsstoffe im Kakao.

Abgesehen davon lassen sich mit Kakaopulver köstliche Gerichte zaubern – und gutes Essen macht einfach glücklich. 

Kakao kreativ in den Speiseplan integrieren

Viele Menschen setzen Zartbitterschokolade mit nährstoffreichem Kakao gleich. Dies geht allerdings nur dann, wenn der Kakaoanteil sehr hoch ist – zwischen 85 und 100 Prozent. In dieser Form ist die Schokolade zwar reich an wertvollen Nährstoffen, schmeckt aber aufgrund der Bitterkeit nicht jedem und verliert so ihren Charakter als Genussmittel.

Genussvoller ist es, reines Kakaopulver in der Küche kreativ einzusetzen. Zusammen mit natürlichen Süßungsmitteln wie reifen Bananen, Datteln oder Ahornsirup lassen sich damit köstliche Getränke und Gerichte zaubern – vom heißen Kakao über cremige Proteinshakes bis hin zu schokoladigen Frühstücks-Bowls. 

Eine besonders einfache und beliebte Möglichkeit, Kakao auf gesunde Weise in den Speiseplan zu integrieren ist unser veganer Schoko-Proteinshake: Er verbindet den intensiven Geschmack von Kakao mit hochwertigem pflanzlichen Eiweiß – perfekt als kleine Stärkung vor oder nach dem Training.

Quellen

1 National Geographic, Lisa Lamm: „Südamerika: Kakao war bereits vor 5.300 Jahren im Trend“ (2024), URL: https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2024/03/suedamerika-kakao-war-bereits-vor-5-300-jahren-im-trend/

2 Kristina Tusek et al.: „Bioactives in Cocoa: Novel Findings, Health Benefits, and Extraction Techniques“ (2024), URL: https://www.mdpi.com/2297-8739/11/4/128

3 David L Katz et al.: „Cocoa and Chocolate in Human Health and Disease“ (2011), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4696435/

4 Elena Lecumberri et al.: „Dietary fibre composition, antioxidant capacity and physico-chemical properties of a fibre-rich product from cocoa (Theobroma cacao L.)“ (2007), URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0308814607000404

5 Jiongxing Fu et al.: „Dietary Fiber Intake and Gut Microbiota in Human Health“ (2022), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9787832/

6 Ting Mao et al.: „Effects of dietary fiber on glycemic control and insulin sensitivity in patients with type 2 diabetes: A systematic review and meta-analysis“ (2021), URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464621001493

 

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