Was ist Dattelpulver?
Dattelpulver ist ein Süßungsmittel, das aus getrockneten und gemahlenen Datteln hergestellt wird. Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker hat es einen leicht karamelligen und fruchtigen Geschmack. Dattelpulver eignet sich hervorragend zum Süßen von Smoothies, Gebäck, Müslis oder Desserts. Wir bei Naduria setzen es ein, um unseren veganen Proteinpulvern eine natürliche Süße zu verleihen.
Unterschied zu Dattelzucker und Dattelsirup
Dattelzucker
Dattelzucker und Dattelpulver werden beide aus ganzen, getrockneten Datteln hergestellt, die zu Pulver vermahlen werden. Je nach Hersteller kann es Unterschiede im Mahlgrad geben: Während Dattelzucker oft sehr fein vermahlen ist und dadurch braunem Zucker ähnelt, kann Dattelpulver auch etwas gröber ausfallen. Inhaltlich unterscheiden sie sich jedoch kaum.
Dattelsirup
Dattelsirup wird aus dem Saft von Datteln hergestellt, der eingekocht oder eingedickt wird. Er hat eine flüssige, sirupartige Konsistenz und wird zum Süßen von Getränken, Smoothies oder Dressings sowie als Topping verwendet.
Datteln und Dattelpulver versus Haushaltszucker
Natürlich & nährstoffreich
Dattelpulver wird ausschließlich aus ganzen, getrockneten Datteln gewonnen. Es enthält daher noch Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine der Frucht. Haushaltszucker hingegen ist ein stark verarbeitetes Produkt aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr, das nahezu vollständig auf reine Saccharose reduziert wird. Der raffinierte Zucker enthält keinerlei Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe mehr. Dadurch unterstützt er weder den Stoffwechsel noch die Verdauung und das Sättigungsgefühl ist sehr gering (Becker, 2013).1
Mehrere wissenschaftliche Studien zeigen, dass Lebensmittel in ihrer ganzen Form in der Regel am nährstoffreichsten sind2 – so ist es auch bei Datteln.3 Zum Süßen lagerfähiger Lebensmittel, wie unserer veganen Proteinpulver, eignen sich Datteln jedoch meist nur in pulverisierter Form.
Doch sowohl in ganzer als auch in pulverisierter Form weisen Datteln vielseitige Nährstoffe auf:
Mineralstoffe
- Kalium – unterstützt die Herz- und Muskelfunktion
- Eisen – essentiell für die Blutbildung
- Kupfer – beteiligt am Eisenstoffwechsel und an der Bildung von Bindegewebe
- Magnesium – wichtig für Nerven, Muskeln und Energiestoffwechsel
Vitamine
Vitamin B6 (Pyridoxin) – wichtig für Nerven und Hormonstoffwechsel
Vitamin B3 (Niacin) -beteiligt am Energiestoffwechsel
Vitamin B5 (Pantothensäure) – unterstützt die Bildung von Hormonen
Vitamin B9 (Folat) – essentiell für Zellteilung und Blutbildung
Antioxidantien
Datteln enthalten auch Antioxidantien, vor allem Carotinoide und Phenole.
Carotinoide und Phenole gehören zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Diese Verbindungen kommen in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor und tragen zu deren Farbe, Aroma und Geschmack bei. Zudem werden sie in wissenschaftlichen Studien mit einer möglichen Schutzwirkung in Verbindng gebracht.3
- Carotinoide (z. B. Beta-Carotin, Lutein, Lycopin) sind natürliche Farbstoffe in Obst und Gemüse. Sie wirken antioxidativ, das heißt, sie schützen Zellen vor freien Radikalen. Beta-Carotin ist zudem eine Vorstufe von Vitamin A, das wichtig für die Haut, Immunsystem und Sehkraft ist.
Phenole (z. B. Flavonoide, Phenolsäuren) kommen in vielen Früchten, Gemüse, Tee oder Olivenöl vor. Sie haben ebenfalls antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, unterstützen die Funktion von Herz-Kreislauf-System, Immunsystem stärken und Verdauung.
Ballaststoffe
Datteln enthalten realtiv viele Ballaststoffe (8,0 g/100 g), wobei unlösliche Ballaststoffe den größten Anteil ausmachen.3
Unlösliche Ballaststoffe quellen im Darm auf, vergrößern das Stuhlvolumen und regen die Darmbewegung an. Dies trägt Studien zufolge zu einer funktionierenden Verdauung bei und unterstützt das Sättigungsgefühl.4
Glykämischer Index und Glykämische Last
Datteln weisen einen moderaten Glykämischen Index (GI) und eine moderate Glykämische Last (GL) auf. Je nach Sorte liegt der GI von Datteln bei 43–555, also niedriger als bei raffiniertem Haushaltszucker mit 60–656. Daher führen Datteln im Vergleich zu raffiniertem Zucker zu einem etwas stabilerem Anstieg des Blutzuckerspiegels.
Der Glykämischer Index (GI) misst, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt.1,6
Die Glykämische Last (GL) berücksichtigt sowohl GI als auch die Menge an Kohlenhydraten in einer Portion.7
GL = (GI × Kohlenhydratgehalt in g pro Portion) ÷ 100
Vlachos et al. (2020) verdeutlichen in einem Review, dass Lebensmittel und Ernährungsmuster mit niedrigem glykämischen Index bzw. niedriger glykämischer Last bei Typ‑2‑Diabetes Blutzuckerschwankungen reduzieren und bei konsequenter Umsetzung gleichzeitig zur Gewichtskontrolle beitragen können.8
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels die kognitive Leistungsfähigkeit9,10, körperliche Fitness8,9 und das psychische Wohlbefinden negativ beeinflussen können9,11.
Schnelle Energie ist für Sportler sehr wichtig
Für Sportler spielen leicht verdauliche Kohlenhydrate eine wichtige Rolle.
Schnelle Energiebereitstellung
Beim Training oder Wettkampf braucht der Körper rasch verfügbare Energie. Eine Mahlzeit mit zu vielen Ballaststoffen würde die Energiebereitstellung verlangsamen. Leicht verdauliche Kohlenhydrate gelangen dagegen schnell ins Blut und liefern Energie für starke Leistungen.Schutz der Glykogenspeicher
Muskeln und Leber speichern Kohlenhydrate als Glykogen. Diese Speicher sind jedoch begrenzt. Schnelle Kohlenhydrate helfen, sie während Belastungen schneller wieder aufzufüllen.12Vermeidung von Ermüdung
Ein stabiler Blutzuckerspiegel verhindert Leistungseinbrüche und Konzentrationsprobleme. Besonders bei Ausdauerbelastungen beugt die Zufuhr schneller Kohlenhydrate einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) vor.13Regeneration nach dem Sport
Direkt nach intensiver Belastung sind die Muskeln besonders aufnahmefähig. Leicht verdauliche Kohlenhydrate fördern die schnelle Wiederauffüllung der Glykogenspeicher und unterstützen eine optimale Regeneration.12
Energieversorgung für Sportler
Dattelpulver ist für Sportler besonders interessant, weil es über den reinen Energieschub hinaus weitere Vorteile bietet:
Durch die Kombination von Glukose und Fructose steigt der Blutzuckerspiegel zügig, jedoch gleichmäßiger als bei reinem Traubenzucker oder Haushaltszucker.
Die Mineralstoffe aus den Datteln, wie Kalium, Magnesium und Eisen, können die Muskelfunktion, den Elektrolythaushalt und die Erholung nach Belastungen unterstützen.
Viele Athleten empfinden Dattelpulver zudem als besser verträglich als künstliche Gels oder sehr konzentrierte Zuckerquellen.
Fazit: Dattelpulver liefert nicht nur schnelle Energie, sondern auch wertvolle Mikronährstoffe – eine natürliche Unterstützung für Leistung und Regeneration. Deshalb setzen wir es in unseren Proteinshakes nicht nur für den Geschmack ein.
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Quellen
1 Das ecodemy Magazin, Susan Kerwien, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin und Biologisch-Technische-Assistentin: „Zucker in unserer Ernährung – Ist zu viel Obst ungesund?“ (12.07.2018 verfasst, 26.06.2025 zuletzt überarbeitet), URL: https://ecodemy.de/magazin/ist-zu-viel-obst-ungesund/
2 Current Opinion in Food Science, Xunyu Song et al.: „Rediscovering the nutrition of whole foods: the emerging role of gut microbiota“ (2022), URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2214799322001102
3 Mohamed Ali Al-Farsi et al.: „Nutritional and functional properties of dates: a review“ (2008), URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18949591/
4 Nutritional Review, Candida J Rebello et al.: „Dietary fiber and satiety: the effects of oats on satiety“ (2015), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4757923/
5 Juma M Alkaabi et al.: „Glycemic indices of five varieties of dates in healthy and diabetic subjects“ (2011), URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21619670/
6 Sugar Nutrition Resource Centre: „Glycemic index and glycemic load“ (zugegriffen am 22.08.2025), URL: https://www.sugarnutritionresource.org/sugar-health/glycemic-index-and-glycemic-load-2
7 Barbara Beil, Ökotrophologin (B. Sc.) & Ernährungswissenschaftlerin (M. Sc.): „Gesunde Kohlenhydrate in der Ernährung“ (verfasst am 21.10.2017, zuletzt überarbeitet am 15.07.2025 ), URL: https://ecodemy.de/magazin/gesunde-kohlenhydrate/
8 Dionysios Vlachos et al.: „Glycemic Index (GI) or Glycemic Load (GL) and Dietary Interventions for Optimizing Postprandial Hyperglycemia in Patients with T2 Diabetes: A Review“ (2020), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7352659/
9 Ren Ru Zhao et al.: „Exercise or physical activity and cognitive function in adults with type 2 diabetes, insulin resistance or impaired glucose tolerance: a systematic review“ (2018), URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29387262/
10 Weiye Lu et al.: „Association Between Visit-to-Visit Glucose Variability and Brain Morphology and Cognitive Function in Type 2 Diabetes“ (2025), URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40198816/
11 Sue Penckofer, Ph.D., R.N. et al.: „Does Glycemic Variability Impact Mood and Quality of Life?“ (2012), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3317401/
12 John L Ivy, Exercise Physiology and Metabolism Laboratory, Department of Kinesiology and Health Education, The University of Texas, USA: „Regulation of Muscle Glycogen Repletion, Muscle Protein Synthesis and Repair Following Exercise“ (2004), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3905295/
13 Asker Jeukendrup, Gatorade Sports Science Institute, Barrington, IL USA: „A Step Towards Personalized Sports Nutrition: Carbohydrate Intake During Exercise“ (2014), URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4008807/