Nuss-Allergiker aufgepasst: Nuss-Geschmack – aber keine Nuss-Allergene? Ja, das gibt es tatsächlich! Erdmandeln – bzw. Chufas oder Tigernüsse, wie sie auch genannt werden – sind keine Nüsse, sondern die Sprossknollen eines Zyperngrases.

Was sind Erdmandeln?

Zyperngras (Cyperus esculentus) ist eine krautige Pflanze mit weißen Blüten, die im Mittelmeerraum – vor allem in der spanischen Region Valencia – beheimatet ist und bis zu 60 Zentimeter groß wird. Dort gedeiht sie bei milden Temperaturen zwischen 13 und 25 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Zyperngras ist eine relativ anspruchslose Pflanze, die selbst lange Dürreperioden überstehen kann. Daher wird es auch in einigen Ländern Afrikas angebaut. Dort wurde die Erdmandel tatsächlich schon zu Zeiten des alten Ägypten kultiviert und aufgrund ihrer großen Nährstoffvielfalt bereits im 8. Jahrhundert von den Arabern in Spanien eingeführt.

Nach der Aussaat der Knöllchen im April bildet das Grasgewächs einen Wurzelstock und hiervon ausgehend ein unterirdisches Geflecht mit zahlreichen, verzweigten Speicherknollen, den Erdmandeln. Oberirdisch wächst ein blättriges Ziergras, teilweise mit weißen Blüten. Die Erdmandeln sind mit 15 bis 25 Millimetern etwa erbsengroß, braun und essbar. Geerntet werden sie von November bis März und anschließend schonend getrocknet. Unsere gemahlenen Erdmandeln werden dann in Deutschland zu einem feinen Pulver vermahlen. All dies geschieht bei Temperaturen unter 40 °C, sodass die Rohkostqualität und wertvolle Nährstoffe erhalten bleiben.

Wie die Knolle wohl zur Erdmandel wurde? Ihr nussiger, süßlicher Geschmack erinnert tatsächlich an den der Mandel oder der Haselnuss und ist mindestens genauso lecker.

Die Erdmandel ist deshalb ideal als Alternative für Nuss-Allergiker und Menschen mit einer Histaminintoleranz geeignet. Aber nicht nur das! Naduria gemahlene Erdmandeln sind gluten- und laktosefrei sowie reich an quellfähigen, gut verträglichen Ballaststoffen (ca. 18 g / 100 g). Ihr Fettgehalt von 26 g / 100 g setzt sich vor allem aus einfach ungesättigten (17,8 / 100 g) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (2,8 g / 100 g) zusammen. Damit ähnelt das in Erdmandeln enthaltene Öl in seiner Zusammensetzung dem Olivenöl. Darüber hinaus sind gemahlene Erdmandeln reich an Eisen (7,2 mg / 100 g), Kalium (734 mg / 100 g) und Phosphor (252 mg /100 g).

Eisen

Eisen trägt zu …

  • einer normalen kognitiven Funktion,
  • einem normalen Energiestoffwechsel,
  • einer normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin,
  • einem normalen Sauerstofftransport im Körper,
  • einem normalen Immunsystem und
  • einer Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Kalium

Kalium trägt zu…

  • einer normalen Funktion des Nervensystems,
  • einer normalen Muskelfunktion und
  • zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
Phosphor

Phosphor trägt zu…

  • einem normalen Energiestoffwechsel,
  • einer normalen Funktion der Zellmembran,
  • der Erhaltung normaler Knochen und
  • der Erhaltung normaler Zähne bei.

Für wen sind Erdmandeln?

Naduria gemahlene Erdmandeln sind nicht nur für Menschen mit einer Nuss-Allergie oder Histaminintoleranz eine gute Wahl. Ihr hoher Nährstoffgehalt macht sie auch ideal für alle, die sich ausgewogen und ballaststoffreich ernähren möchten. Da die Erdmandel ca. 50 % weniger Fett enthält als Haselnüsse oder Mandeln, kann sie auch als Nuss-Alternative für Figurbewusste dienen. Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, kann gemahlene Erdmandeln sogar als Mehl-Ersatz nutzen.

Wie werden Erdmandeln verwendet?

Naduria gemahlene Erdmandeln können ganz vielfältig in der Küche eingesetzte werden. Ob beim Frühstück oder beim Backen, überall dort, wo man normalerweise auf Nüsse setzen würde, kann man auch auf Erdmandeln zurückgreifen.

So bekommt zum Beispiel das morgendliche Müsli oder der Joghurt einen nussigen Geschmack und eine natürliche Süße. Smoothies, Soßen und Dips werden dazu noch besonders cremig.

In Spanien nicht wegzudenken ist ein ganz spezielles Getränk, die Horchata de Chufa, zu Deutsch Erdmandelmilch: Dafür einfach einen Teil gemahlene Erdmandeln mit der 4-fachen Menge Wasser ca. 1 Minute lang in den Mixer geben. Die Milch dann mithilfe eines Nussmilchbeutels oder Durchseihtuchs abgießen. Je nach Geschmack mit Zimt, Kakao oder Vanille abschmecken, etwas Eis dazu geben und schon kann man ein veganes, laktose-, gluten- und nussallergenfreies Erfrischungsgetränk genießen.

Beim Backen von Kuchen, Plätzchen, Brot & Co. können gemahlene Haselnüsse oder Mandeln im Rezept ganz einfach durch gemahlene Erdmandeln ersetzt werden. Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, kann sogar das Mehl im Rezept durch gemahlene Erdmandeln ersetzen.

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